eTherapie App für Kinder mit ADHS

MATS wird durch die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen gefördert.

Vision

Entwicklung eines Kognitiv- und Strategietrainings für Grundschüler. Die App wird sich mit den Hauptsymptomen von ADHS befassen.

Benutzertests und Studien

Iterativer Entwicklungsprozess mit Rapid Prototypes und der Bewertung verschiedener Spielmechaniken und -stile in Benutzertests.

Kontrollierte multizentrische Pilotstudie zur Bewertung der Wirksamkeit und Akzeptanz von Lern- und Konzentrationsübungen bei ADHS, Aufmerksamkeitsdefiziten oder hyperaktiven Kindern.

Einführung


Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer spielerischen Kognitiv- und Strategieumgebung für die trainingsbasierte Ergänzung der bestehenden Therapie von Grundschulkindern mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS).

MATS soll eine wirkungsvolle und kontextbezogene Unterstützung für Betroffene, Eltern und Therapeuten bieten.

Timing


2019

  • Erfassung und Katalogisierung bestehender evidenzbasierter internationaler Interventions-/Therapieansätze. Erste Ergebnisse liegen seit Mai vor. Detailliertere Ergebnisse werden im August verfügbar sein.
  • Anforderungskatalog für digitale Trainings-Applikation & Designdokumentation
  • Best Practice-Katalog evidenzbasierter Interventions-/Therapieansätze

2020

  • Feinabstimmung des Best Practice-Katalogs von Experten und Fokusgruppen mit Kindern, ihren Eltern, Kinderärzten, Schulpsychologen und Therapeuten
  • Prototypenentwicklung mit Schwerpunkt Spielmechanik und Intervention
  • Empirische Fokusgruppenstudie

2021

  • Studiendesign, Genehmigung des Ethikrates und Rekrutierung
  • Kontrollierte multizentrische Pilotstudie zur Bewertung der Wirksamkeit und Akzeptanz von Lern- und Konzentrationsübungen bei ADHS, Aufmerksamkeitsdefiziten oder hyperaktiven Kindern

2022

  • Datenanalyse der multizentrischen Pilotstudie

Das wissenschaftliche 360° Konzept von MATS

MATS deckt viele Bereiche rund um ADHS ab:


  • 1. Hauptmerkmale

    Behandlung, Überwachung, Elternteil- und Therapeutenmodule. 45 Trainingstage, 3x / Woche, täglich eine inhaltlich-strategische Einheit und kognitives Training. Ein erfolgreicher Transfer des Gelernten in den Alltag ist ein kritischer Punkt. Angebot persönlicher oder telefonischer Unterstützung für die Eltern.

  • 2. Alter

    6 – 10 Jahre

  • 3. Kind - Erste Priorität

    Unsere Forschung konzentriert sich auf die Unterstützung von Kindern. Eltern haben Zugang zu zusätzlichen Funktionen, die sie bei der Unterstützung des Kindes zu Hause und während der Therapie begleiten.

  • 4. Verhaltenstherapeutische Behandlung

    Bei der Integration der App in eine bereits bestehende verhaltenstherapeutische ADHS Behandlung beginnen wir im Mai 2020 mit der systematischen Befragung von Therapeuten.

  • 5. Technologie

    Eine Expertenmischung aus digitaler Gesundheit und Therapie. Spielfreude mit doppelter Fokussierung auf Motivation. Mobil zuerst. Verfügbar für iOS, Android, Amazon FireOS. Gebaut mit Unity.

  • 6. Fokus Strategietraining

    Metakognition, Motivation und Volition, Emotionsregulation. Inhalte: Mentales Kontrastieren (MO), antizipatorische Emotionsregulation und Situationsmodifikation (EM), reaktive Emotionsregulation (EM), Signalkarten und lautes Denken/Selbstinstruktion (MK), Wenn-Dann-Pläne (VO), Selbstbeobachtung und Selbstverstärkung (Verstärkerpläne) (MO), Routinen (MK + VO). Fokus auf häusliche Situationen, die ein Selbstmanagement der Kinder erfordern.

  • 7. Fokus Kognitives Training

    Exekutivfunktionen, Metakognition. Übungsinhalte: Fokussierte Aufmerksamkeit, Shifting, Geteilte Aufmerksamkeit, Updating, Handlungsplannung, Interferenzkontrolle, Inhibition einer laufenden Reaktion.

  • 8. Starke Partner

    Universität Duisburg-Essen, Abteilung für Informatik und angewandte Kognitionswissenschaften, Entertainment Computing. Technische Universität Dortmund, Fakultät Rehabilitationswissenschaften – Bildung, Schule, Inklusion. MATS wird durch die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen gefördert.

  • 9. Das offene Ohr / Unterstützung

    team@meistercody.com oder +49 211 730 63511

Wie werden die Kinder motiviert?


Das Projekt zeichnet sich durch die besondere Berücksichtigung der motivationalen Wirkung von Computerspielen aus. Durch enge Verknüpfung von Erkenntnissen aus der Videospielforschung mit dem Entwicklungsprozess soll ein besonders hoher Grad an Motivation generiert und diese durch die Ausrichtung an der besonderen Bedürfnislage der Zielgruppe nachhaltig aufrechterhalten werden.

Projektseite von Prof. Dr. Jörg-Tobias Kuhn von der TU-Dortmund

Fakultät Rehabilitationswissenschaften – Bildung, Schule, Inklusion
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Projektseite von Prof. Dr. -Ing. Maic Masuch von der Universität Duisburg-Essen

Abteilung für Informatik und angewandte Kognitionswissenschaften, Entertainment Computing
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Du möchtest uns bei der Entwicklung unterstützen? Dann ruf uns an (+49 211 730 63511) oder sende uns eine E-Mail (team@meistercody.com).

Veröffentlichungen


Publikationen aus der Entwicklung und/oder Validierung von Meister Cody – ADHS

Ring, Patrizia (2020). A Comparison of the Effects of Mindfulness Meditation and Breathing Relaxation on Concentration, Attention and Physical Relaxation (Unveröffentlicht Masterarbeit). University of Duisburg-Essen, Faculty of Engineering, Department of Computer Science and Applied Cognitive Science, Entertainment Computing, Duisburg.

Publikationen, die wir besonders interessant finden

Bikic, A., Reichow, B., McCauley, S. A., Ibrahim, K., & Sukhodolsky, D. G. (2017). Meta-analysis of organizational skills interventions for children and adolescents with Attention-Deficit/Hyperactivity Disorder. Clinical Psychology Review, 52, 108–123.

Catalá-López, F., Hutton, B., Núñez-Beltrán, A., Page, M. J., Ridao, M., Macías Saint-Gerons, D., . . . Moher, D. (2017). The pharmacological and non-pharmacological treatment of attention deficit hyperactivity disorder in children and adolescents: A systematic review with network meta-analyses of randomised trials. Plos One, 12(7), 1–31.

Cortese, S., Ferrin, M., Brandeis, D., Buitelaar, J., Daley, D., Dittmann, R. W., . . . Sonuga-Barke, E. J. S. (2015). Cognitive training for attention-deficit/hyperactivity disorder: Meta-analysis of clinical and neuropsychological outcomes from randomized controlled trials. Journal of the American Academy of Child and Adolescent Psychiatry, 54(3), 164–174.

Gawrilow, C., & Rauch, W. A. (2017). Selbstregulationsfähigkeiten und exekutive Funktionen im Entwicklungsverlauf bei Vorschul- und Schulkindern [Self-regulation skills and executive functions in the developmental course of preschool age and school age children]. In U. Hartmann, M. Hasselhorn, & A. Gold (Eds.), Entwicklungsverläufe verstehen – Kinder mit Bildungsrisiken wirksam fördern. Forschungsergebnisse des Frankfurter IDeA-Zentrums (S. 158–174). Stuttgart: Kohlhammer.

Majewicz-Hefley, A., & Carlson, J. S. (2007). A Meta-Analysis of Combined Treatments for Children Diagnosed With ADHD. Journal of Attention Disorders, 10(3), 239–250.

Schmid, J., Guderjahn, L., & Gawrilow, C. (2017). Trainings zur Förderung der Selbstregulation von Kindern und Jugendlichen mit ADHS [Training programs for the promotion of self-regulation in children and adolescents with ADHD]. In U. Hartmann, M. Hasselhorn, & A. Gold (Eds.), Entwicklungsverläufe verstehen – Kinder mit Bildungsrisiken wirksam fördern. Forschungsergebnisse des Frankfurter IDeA-Zentrums (S. 385–402). Stuttgart: Kohlhammer.

Sonne, T., Müller, J., Marshall, P., Obel, C., & Grønbæk, K. (2016). Changing Family Practices with Assistive Technology. In J. Kaye, A. Druin, C. Lampe, D. Morris, & J. P. Hourcade (Eds.), Proceedings of the 2016 CHI Conference on Human Factors in Computing Systems – CHI ’16 (S. 152–164). New York, New York, USA: ACM Press.

Sonuga-Barke, E., Brandeis, D., Holtmann, M., & Cortese, S. (2014). Computer-based cognitive training for ADHD: A review of current evidence. Child and Adolescent Psychiatric Clinics of North America, 23(4), 807–824.

Takacs, Z. K., & Kassai, R. (2019). The efficacy of different interventions to foster children’s executive function skills: A series of meta-analyses. Psychological bulletin, 145(7), 653-697.